Author Archives: Susanne Geu

Darum solltest du als Wissenschaftler*in im Netz aktiv werden

Wissenschaftler in im Netz 1

Warum solltest du als Wissenschaftler*in im Netz aktiv werden und Wissenschaft online sichtbar machen? Nun, dafür gibt es viele gute Gründe. Der Wunsch nach Austausch mit Kolleg*innen zum Beispiel. Oder der Spaß, einer breiten Öffentlichkeit die eigene Forschung näher zu bringen. Oder die Hoffnung, deine Wissenschaftskarriere damit voranzubringen.

Im folgenden Artikel möchte ich mich vor allem auf den letzten Punkt intensiver eingehen. Denn was du mit so vielen anderen Wissenschaftler*innen gemeinsam hast, ist die Frage, wie es für dich nach der Promotion weitergehen kann.

Wenn du deine Berufung als Wissenschaftler*in gefunden hast, möchtest du wahrscheinlich in der Wissenschaft bleiben. Aber nicht nur du, sondern verschiedene äußere Umstände bestimmen, ob es einen Platz für dich in der Wissenschaft gibt.

 

Wissenschaftliches Netzwerk vergrößern und Forschung bekannter machen

Befristete Verträge und rar gesäte Professor*innenstellen sind der Grund dafür, dass zwischen 60 und 80 Prozent der promovierten Nachwuchwissenschaftler*innen die Wissenschaft verlassen. Und einer Beschäftigung in einem anderen Sektor nachgehen.

2012 wurden 26.800 Promotionen abgeschlossen, aber nur 1.650 Habilitationen

Wenn du die Möglichkeit nutzt, als Wissenschaftler*in im Netz präsent zu sein, vergrößerst du dein wissenschaftliches Netzwerk. Dir stehen mit Blogs, Podcasts, Videos, Twitter, Instagram oder TikTok zusätzliche Kanäle zur Verfügung, deine Forschung bekannter zu machen.

Und du baust nicht zuletzt die unverzichtbare Fähigkeit aus, Wissenschaft gegenüber verschiedenen Zielgruppen verständlich zu kommunizieren.

 

Was möchtest du als Wissenschaftler*in im Netz erreichen?

Dafür musst du wissen, was du mit deiner Präsenz als Wissenschaftler*in im Netz konkret erreichen möchtest. Das ist keine einfach zu beantwortende Frage. Die Antwort braucht Zeit.

Deshalb musst du sie bei deinen ersten Schritten im Internet und in den sozialen Medien noch nicht bis ins Detail kennen. Du solltest allerdings eine grobe Vorstellung davon haben, was dich motiviert als Wissenschaftler*in sichtbar zu werden.

Kommuniziere selbstbestimmt und ungefiltert über deine Forschung

Wenn du deine Erkenntnisse selbstständig verbreitest, fallen gleich zwei Kommunikationsschranken weg. Die der Pressestellen und die der Wissenschaftsredaktionen. Sie kommunizieren Ergebnisse oft “nur” in Form von Pressemitteilungen oder Artikeln, die ins redaktionelle Konzept passen.

Das ist deine Chance als Wissenschaftler*in, selbstbestimmt und ungefiltert über deine Forschung zu sprechen. Selbstverständlich ohne Forschungsgeheimnisse zu verraten.

Schau doch mal besten mal, ob es online so genannte Social Media Guidelines an deiner Hochschule oder an deinem Forschungszentrum gibt. Oder suche das Gespräch mit der Pressestelle oder der Öffentlichkeitsarbeit. Die helfen oft sehr gerne in solchen Fragen weiter.

Manchen liegt der große Auftritt auf der Bühne in Form eines Science Slam. Digital hast du andere, leisere aber nicht weniger kraftvolle Möglichkeiten, auf dich aufmerksam zu machen. Zum Beispiel mit einem Blog.

Zeit ist dabei immer ein limitierender Faktor. Niemand wird dir mehr Zeit schenken. Digitale Wissenschaftskommunikation ist deshalb eine Frage der Priorität und der Leidenschaft.

 

Wissenschaftsblogs sind unglaublich vielfältig

Wissenschaftsblogs können sehr unterschiedlich sein. Es gibt Wissenschaftsblogs, die sind wie eine Fachzeitschrift aufgebaut und bestehen aus einer kleinen Redaktion und einem größeren Pool von Autor*innen.

Persönliche Blogs hingegen drehen sich um eine einzelne Wissenschaftlerin oder einen einzelnen Wissenschaftler. Sie suchen sich ein Thema und schreiben über Wissenschaft aus ihrer Perspektive, so wie Susanne Thiele auf ihrem Blog “Mikrobenzirkus” oder Mareike Schumacher auf ihrem Blog “Lebe lieber literarisch”.

Eine dritte Möglichkeit, über die eigene Forschung zu berichten, sind wissenschaftliche Blogplattformen wie scienceblogs.de oder scilogs.spektrum.de, die eher einen naturwissenschaftlichem Schwerpunkt haben. Oder de.hypotheses.org, wo schwerpunktmäßig über geisteswissenschaftliche Themen gebloggt wird.

Dein Blog ist deine digitale Visitenkarte im Netz

Bloggen zwingt dich, deine Gedanken zu strukturieren und Forschungsergebnisse so zu formulieren, dass auch interessierte Laien sie verstehen können. Das Beste daran ist: mit einem Blog baust du Schritt für Schritt deine digitale Identität auf.

Das kann dir schon bei der nächsten Stellenbewerbung oder dem nächsten Forschungsantrag zugute kommen, wenn man deinen Namen googelt. Denn Blogs werden von Google besonders gut gerankt.

Trag dich hier ein und erhalte das kostenlose Workbook “In 5 Schritten zu deiner Blog-Strategie als Wissenschaftler*in” und alle zwei Wochen meinen Newsletter!

 

Twitter als Teil deiner Vernetzungsstrategie in der Wissenschaft

Twitter ist eine besondere Herausforderung, weil es hier um pointiertes Formulieren in 280 Zeichen geht. Orientiere dich an Wissenschaftler*innen, die Twitter zu ihrem Medium gemacht haben, so wie Robert Hoffie, Lars Dittrich oder Laura M. König.

]Nutze Twitter als Ort für wissenschaftlichen Austausch oder als Instrument, um Inhalte zu verbreiten, die du woanders publiziert hast: Bücher, Blogartikel oder wissenschaftliche Grafiken.

Wenn du dich fragst, ob digitale Wissenschaftskommunikation dir auch auf deinem Weg zur Professur hilft, ist die Antwort nicht einfach. Durch unsere Social-Media-Aktivitäten wollen wir Aufmerksamkeit bekommen. Hohe Klickzahlen sind ein Zeichen dafür, dass ein Beitrag oder Forschungsthema gut ankommt. Über die wissenschaftliche Qualität sagt das aber nichts aus.

Und obwohl niemand aufgrund seiner Twitteraktivitäten eingestellt oder berufen wird, kann Social Media als Teil der eigenen Vernetzungsstrategie Vorteile bringen. Wenn du noch keine feste Stelle hast, mach soviel PR wie möglich für dich! Du weißt nie, über welche Wege sich die nächste berufliche Chance ergibt.

Bleib authentisch und mach dich als Forscherpersönlichkeit sichtbar

Das Allerwichtigste dabei ist: bleib authentisch! Wissenschaft online sichtbar zu machen, bedeutet auch immer, sich als Forscherpersönlichkeit sichtbar zu machen. Aber verbieg dich nicht! Wenn du kein komödiantisches Talent besitzt, versuche nicht, besonders lustig zu sein. Wenn du Selfies hasst, stell’ keine ins Netz.

Wenn du es allerdings schaffst, dich und deine Forschung so im Internet zu präsentieren, dass du die Aufmerksamkeit deiner Forschungscommunity oder das Interesse von Journalist*innen weckst,  wirst du vielleicht zum TV-Interview oder zur Podiumsdiskussion eingeladen.

 

Musst du jetzt vloggen oder bloggen?

MUSST du jetzt als Wissenschaftler*in einen YouTube-Kanal haben oder bloggen? Die Antwort ist ganz klar nein. Wenn dir die Kommunikation mit der Öffentlichkeit nicht liegt, zwingt dich niemand dazu. Wenn du aber motiviert bist, stürz dich einfach ins Kommunikationsabenteuer!

Dieser Artikel wurde erstmals am 07. März 2018 veröffentlicht und am 03. November 2020 vollständig aktualisiert.

Keine Zeit für Social Media? 5 Tipps für Wissenschaftler*innen

Keine Zeit fuer Social Media

Egal ob es ums Bloggen, Twittern oder Optimieren von Online-Profilen geht – “keine Zeit für Social Media” ist mit Abstand das häufigste Gegenargument. Als Wissenschaftler*in bist du mit Forschung, Lehre, Dissertation und Familie voll ausgelastet.

Ich verstehe das.

Vielleicht gibt es aber doch die eine oder andere Lücke am Tag, die du nutzen kannst. Um deine Forschung online zu kommunizieren. Und als Wissenschaftler*in im Netz sichtbar zu werden.

Ich möchte dir in diesem Artikel 5 Tipps für ein gutes Zeitmanagement mitgeben.

Wir schauen uns gemeinsam an,

  • wo Zeitressourcen sind,
  • welche Zeitfresser dir in die Quere kommen,
  • welche Tools du nutzen kannst, um effizienter zu arbeiten und
  • wie du Ergebnisse und Materialen nutzen kannst, die sowieso schon da sind.

 

 

Zeit für Social Media finden – so geht’s

1. Identifiziere persönliche Zeitressourcen

Wir haben alle 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Dennoch schaffen manche früh morgens am meisten. Andere drehen erst nachts so richtig auf. Einige habe Kinder, andere nicht. Viele verschiedene Faktoren bestimmen unsere Zeitressourcen. Versuche, mit Hilfe folgender Fragen, deine Zeitfenster zu identifizieren:

Kannst du dir einen festen Vormittag/Tag in der Woche/alle zwei Wochen reservieren, um an deiner digitalen Präsenz zu arbeiten?

  • Oder musst du dir eher flexibel Zeit nehmen? In diesem Fall könnte dir ein Bullet Journal oder ein Notizbuch dabei helfen, deine Aufgaben und dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Welche Zwischenzeiten (U-Bahn-Fahrten, Wartezeit bei Arztterminen) kannst du nutzen, um zu twittern oder auf einen Kommentar zu antworten?
  • Zu welcher Tageszeit bist du am produktivsten?
  • Was brauchst du, um konzentriert arbeiten zu können (Ruhe, fester Arbeitsplatz, Kaffee…)?

 

 

2. Eliminiere Zeitfresser

Du hast dir zwei Stunden Zeit zum Arbeiten genommen. Die Zeit ist um. Geschafft hast du weniger als gedacht. Warum eigentlich? Viel zu oft lassen wir uns durch kleine Zeitfresser vom Wesentlichen ablenken. Finde heraus, was auf dich zutrifft.

  • In welchen Social Media Apps verlierst du dich besonders? Scrollst du zu ausgiebig? Schaust du unnötige Videos? Versuche den Konsum bewusst einzuschränken oder Zeitlimits zu setzen.
  • Welche visuellen und auditiven Benachrichtigungen bringen dich aus deinen Gedanken raus? Ich schließe grundsätzlich mein E-Mail-Postfach, wenn ich schreibe. Einfliegende Mails haben sonst sofort meine Aufmerksamkeit. Und mein Handy ist so gut wie immer lautlos.
  • Kennst du das wichtigste ToDo des Tages, wenn du etwas für deine Social-Media-Präsenz tun willst? Sich erst morgens darüber Gedanken zu machen, kostet Zeit. Plane am Abend vorher.
  • Bist du wirklich motiviert, mit Social Media loszulegen? Ohne Motivation zieht sich alles wie Kaugummi in die Länge.

 

 

3. Nutze Vorausplanungstools

Eine gute Social-Media-Präsenz lebt nicht durch reine Spontaneität. Im Gegenteil. Gepflegte Kanäle sind meist akribisch geplant. Es gibt dutzende, wenn nicht hunderte Tools, mit denen du Tweets und Posts vorausplanen kannst. Das ist leider immer noch zu wenig bekannt. Für dich jetzt nicht mehr.

  • Welche Vorausplanungstools kommen für dich in Frage? Hier eine kleine Liste zur Inspiration. Du kannst bei Google unter dem Stichwort Social Media Management Tools nach weiteren suchen.
    • Tweetdeck (Twitter)
    • Planoly & Later (Instagram)
    • Buffer & Hootsuite (Twitter, Instagram, Facebook, LinkedIn, Pinterest)
    • Facebook Creator Studio (Facebook & Instagram)
  • Wann, für wie lange und wie viele Posts planst du voraus? Überleg dir realistische Ziele und Zahlen.
  • Wie wirst du die Management Tools nutzen? Auf dem Handy oder auf dem Laptop? Oder auf mehreren Geräten? Die meisten Tools gibt es als Browser-Version und Handy-App.

 

 

4. Denk an eine mögliche Zweitverwertung

Das Rad jedes Mal neu zu erfinden und sich “extra” etwas für Social Media zu überlegen, kostet Zeit. Dabei wette ich mit dir, dass es unheimlich viele Dinge gibt, die du problemlos zweitverwerten kannst, um sie online zu stellen. Lass uns das mal gemeinsam herausfinden:

  • Welche Materialien und/oder Ergebnisse entstehen sowieso in deinem Wissenschaftsalltag? Während der Recherche für deine Diss oder der Vorbereitung deiner Lehre, im Seminar gemeinsam mit den Studierenden oder für Vorträge auf Konferenzen?
  • Welche Materialien musst du davon noch etwas aufbereiten (z. B. bestimmte Infos entfernen oder hinzufügen), damit du sie online veröffentlichen kannst? Welche können so bleiben wie sie sind?
  • Welcher Kanal ist der richtige? Dein Blog? Twitter?
  • Welche Optionen gibt es noch außerhalb der gängigen Social-Media-Plattformen? Der Newsletter deines Instituts? Dein Poster als Online-Variante auf deinem Blog, auf der Seite eines Forschungsnetzwerks oder im Online-Forum einer digitalen Konferenz? Mach dich schlau!

 

 

5. Werde produktiver

Zeit können wir nicht vermehren, jedoch vielleicht die Zeit produktiver nutzen, die wir haben. Und auch dafür stehen unterschiedliche Tools zur Verfügung, die dir die Arbeit erleichtern. Stelle dir am besten gleich hier dein Wohlfühl-Kit zusammen.

  • Google Docs kannst du von überall nutzen, um an Dokumenten zu arbeiten. Auch in Kollaboration mit anderen.
  • Ein browserbasierter Textmarker erleichtert dir die Webrecherche. Du kannst Textpassagen farbig hinterlegen – wie mit einem echten Textmarker – und findest die entsprechende Stelle blitzschnell wieder. Installiere dir den Textmarker als Erweiterung in deinem Browser (zum Beispiel Super Simple Highlighter für Chrome).
  • Wenn du auf konzentrationsfördernde Hintergrundgeräusche stehst, kannst du dank des Ambient Mixers dem Meeresrauschen oder Vogelzwitschern während der Arbeit lauschen.
  • Mit der Pomodoro-Technik kannst du deine Arbeitsphasen in 25-Minuten-Abschnitte und Pausenzeiten unterteilen. Schau nach einem Online-Pomodoro-Tool oder nutze deine Küchenuhr. Häufige Pausen können deine geistige Beweglichkeit verbessern.

 

 

Zusatztipp: Durchhalten

Bis sich Routinen gefestigt haben oder du dir verschiedene Tools erschlossen hast, dauert es eine Weile. Also halte durch! Es wird auch immer wieder Durststrecken geben, wo dein Zeitmanagement komplett über den Haufen geworfen wird. Nimm sie hin und kehre dann zum ursprünglichen Plan zurück!

Wenn sich dann die ersten Erfolge einstellen und deine Follower*innenzahl größer wird, wird es leichter, dir Zeit für Social Media zu nehmen. Versprochen.

Welche Tipps hast du, um mehr Zeit für Social Media zu haben?

 

Sichtbarkeit in der Wissenschaft: Interessiert sich jemand für dich?

Sichtbarkeit in der Wissenschaft
Wünschst du dir Sichtbarkeit in der Wissenschaft? In meinen Workshops und in E-Mails begegnet mir oft folgender Satz: „Ich würde gerne meine Präsenz im Netz erhöhen, weiß aber nicht wo und wie ich anfangen soll.“ Dieses Problem verstehe ich. Und es ist lösbar. Davor existiert jedoch noch eine andere Hürde. Manchen ist sie bewusst, anderen nicht. Und zwar die Sorge, anderen mit digitaler Präsenz auf die Nerven zu gehen. Und/oder als überheblich abgestempelt zu werden. Damit einher geht kurioserweise oft der Gedanke „Wer sollte sich überhaupt für mich interessieren?“ Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen, existiert aber häufig parallel. Auch in deinem Kopf? Digitale Sichtbarkeit in der Wissenschaft hat erst mal mit dem richtigen Mindset zu tun. Du leistest wertvolle Kommunikationsarbeit, wenn du deine Forschung online sichtbar machst. Warum du daran glauben solltest, zeige ich dir in diesem Artikel. Zu viel Bescheidenheit statt Überheblichkeit Fest steht, wir sind alle zur Bescheidenheit erzogen worden. Sie ist eine hochgeschätzte Charaktereigenschaft. Menschen, die sich ständig und ungefragt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit drängen, kommen nicht gut an. Bescheidene Personen gelten hingegen als sympathisch und angenehm. Studien zeigen, dass insbesondere Berufsanfänger*innen von Bescheidenheit profitieren. Sie knüpfen durch echte Bescheidenheit zum Beispiel bessere Beziehungen zu Mentor*innen. So positiv Bescheidenheit aber auch aufgenommen wird, wenn niemand etwas von deinen Leistungen mitbekommt, verpuffen diese. Ohne Auswirkung auf dein berufliches Vorankommen. REMINDER: DU BIST EXPERT*IN IN DEINEM FORSCHUNGSGEBIET. Zu viel Bescheidenheit ist noch aus einem anderen Grund problematisch. Die Forscher*innen Aaron Weidman, Jessica Tracy und Joey Cheng stellten fest, dass Bescheidenheit nicht nur als positiv, sondern auch als negativ erlebt wird. Eine Art Selbstabwertung, die nach persönlichen Niederlagen und Misserfolgen empfunden wird. Man macht sich Vorwürfe und fühlt Scham. Diese selbstabwertende Bescheidenheit bewirkt sozialen Rückzug. Nichtsdestotrotz ist Bescheidenheit im Grundsatz eine bewahrenswerte Eigenschaft. Zu viel davon kann aber auch schaden. Oder dich daran hindern, dein Potenzial voll zu entfalten. Wenn es um Sichtbarkeit in der Wissenschaft geht, begegnet mir häufig eher zu viel Bescheidenheit. Besonders bei Frauen. Du bist richtig gut in dem, was du machst! Du hast lange studiert und geforscht. Und bist damit Expert*in auf deinem Gebiet. Lass andere daran teilhaben. Das ist keine Überheblichkeit, sondern – um es noch einmal zu erwähnen – wertvolle Kommunikationsarbeit. Deine Forschung steht im Mittelpunkt (nicht du) Sichtbarkeit in der Wissenschaft bekommst du über Wissenschaftskommunikation. Wissenschaftskommunikation heißt, du stellst deine Forschung in den Mittelpunkt. Also bestimmte Inhalte und nicht dich als Person. Das stimmt natürlich nicht zu 100 Prozent. Nicht nur deine Forschung, sondern auch du selbst wirst als Wissenschaftler*in sichtbar. Aber das ist ein Nebeneffekt. Nicht der Hauptgrund für deine Entscheidung, digital sichtbar zu werden. Der Blickwinkel ist hier entscheidend! Es geht nicht um Selbstbeweihräucherung, sondern um die Kommunikation deiner Forschung. Das wird weder negativ noch als überheblich wahrgenommen. Du bietest Informationen – ein wichtiger Service! Kommen wir zu der Frage, ob sich überhaupt jemand für dich interessiert. Die kurze Antwort lautet – ja! Warum? Weil du es anderen Menschen leicht machst, an Informationen zu gelangen. Nicht jede*r kann und möchte sich durch ein wissenschaftsliches Paper lesen. Wenn du soziale Medien nutzt, einen Blog schreibst oder Wissenschaftskommunikationsvideos produzierst, bereitest du Inhalte anders auf. Ein Service, den viele Menschen zu schätzen wissen. Wissenschaftsbegeisterte Laien, Journalist*innen, Politiker*innen und selbstverständlich Wissenschaftskolleg*innen. Es gibt viele Kanäle – Twitter, Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn, XING, ResearchGate… jede*r ist auf einem anderen unterwegs. Oder zumindest unterschiedlich intensiv. Wenn du die Inhalte deiner Forschung dort für deine Zielgruppe zur Verfügung stellst, genügt ein Klick deiner Follower*innen, um bei dir auf dem Laufenden zu bleiben. Du musst nicht überall unterwegs sein. Das schafft niemand. Aber mach dir bewusst: das sind Kommunikationskanäle, die du nutzen kannst. REMINDER: DU BIST EIN SPANNENDER NETZWERK-KONTAKT! Veröffentlichst du regelmäßig interessante Inhalte, dauert es nicht lange, bis andere Wissenschaftler*innen dich in ihr Netzwerk aufnehmen. Oder Teil deines Netzwerks werden möchten. Du erhältst Kontaktanfragen oder Follows, weil sie Neuigkeiten von dir nicht mehr verpassen wollen. Also wiederhole ich mich auch hier noch einmal gerne. Ja, es interessiert sich jemand für dich. Sichtbarkeit in der Wissenschaft – gerade jetzt notwendig! Wir sind noch immer in der Corona-Krise. Wann wenn nicht jetzt wird deutlich, wie wichtig digitale Sichtbarkeit in der Wissenschaft ist? Es gibt noch immer keine Konferenzen. Die Präsenz an den Hochschulen – am Schreibtisch und im Labor – ist stark eingeschränkt bis nicht vorhanden. Niemand weiß genau, wie lange das noch so sein wird. Du kannst jetzt den Grundstein für deine digitale Sichtbarkeit legen. Oder deine vorhandenen Kanäle weiter ausbauen. Ganz einfach von zu Hause. Leg die Selbstzweifel beiseite und glaub an dich!

Angehefteter Tweet: Wozu du ihn unbedingt nutzen solltest

Angehefteter Tweet

Vor einer Weile bat mich eine Followerin bei Twitter darum, einen Artikel über den Sinn eines “Angehefteten Tweets” zu schreiben. In meiner Wahrnehmung nutzen ca. 50 Prozent der Twitter-User*innen diese Option. Wenn du dich jetzt fragst “Angehefteter Tweet? Was ist das?” oder “Brauche ich den wirklich?” liefert dir dieser Artikel ein paar Antworten.

Ein angehefteter Tweet ist ein Tweet, der auf deiner Twitter-Seite direkt unter deinem Profil angezeigt wird. Er verschwindet nicht – im Gegensatz zu allen anderen Tweets. Du kannst ihn festpinnen. Klicke dazu auf den kleinen grauen Pfeil neben einem Tweet. Dort findest du die Option “An dein Profil anheften”.

Der Tweet muss bereits veröffentlicht sein. Erst dann steht dir diese Möglichkeit zur Verfügung. Der angeheftete Tweet bleibt solange direkt unter deinem Profil sichtbar, bis du ihn entfernst. Klicke auf dem eben beschriebenen Weg einfach “Vom Profil abheften” an. Möchtest du einen anderen Tweet anheften, verschwindet der alte automatisch.

 

Warum ein angehefteter Tweet sinnvoll ist

In einem angehefteten Tweet kannst du deinen Profilbesucher*innen weitere Infos über dich geben. Was in deiner Twitterbio keinen Platz mehr gefunden hat, kannst du hier sagen. Aber es geht nicht nur darum, zusätzliche 280 Zeichen zu  nutzen. Ein angehefteter Tweet ist ein Highlight auf deinem Twitter-Profil und sollte mit Bedacht erstellt werden.

Du weist deine Besucher*innen mit einem Blick auf etwas hin, das dir wichtig ist. Denn der angeheftete Tweet ist also solcher gekennzeichnet. Und schreit automatisch “Sieh her, das macht mich aus, daran arbeite ich gerade oder darauf bin ich im Moment besonders stolz.”

Ich sehe ihn – zeitlich betrachtet – als eine Art Zwischeneinblendung. Deine Twitterbio änderst du alle paar Monate oder Jahre, jeder neue Tweet auf deiner Seite verdrängt den vorhergehenden bereits nach wenigen Stunden von Platz eins.

Der angeheftete Tweet hingegen bleibt länger, kann aber bei Bedarf schnell ersetzt werden.

 

Tipps für einen angehefteten Tweet, der dein Profil unterstützt

 

“Wie lange solltest du einen angehefteten Tweet stehen lassen?

Es gibt keine eindeutige Antwort. Vereinfacht gesagt: solange es Sinn macht. Einige Tweets sind zeitloser als andere. Schau ab und zu auf dein Profil und überprüfe, ob der Tweet, den du an dein Profil gepinnt hast, noch zu deiner aktuellen Situation und deiner Twitter-Bio passt. Wenn du die Option nutzt, um auf neu veröffentlichte Artikel hinzuweisen, wechsle, sobald es eine neue Veröffentlichung von dir gibt.

 

“Extra schreiben oder einen Tweet random auswählen?

Es geht beides. Twitter-Anfänger*innen empfehle ich, einen Tweet zu schreiben, in dem sie sich, ihre Forschung und ihre Twitter-Themen noch einmal vorstellen. Dieser Tweet eignet sich super, um ihn ans Profil zu pinnen. Wenn man eine Weile twittert, ist bestimmt auch zufällig der ein oder andere Tweet dabei, der das Potenzial zu einem temporären Schlaglicht hat und gepinnt werden kann.

 

“Tipps für einen angehefteten Tweet, der auffällt?”

Ein angehefteter Tweet fällt per se schon einmal auf. Du kannst aber dafür sorgen, dass deine Profilbesucher*innen ihn wirklich nicht übersehen. Füge deinem Tweet ein Bild oder einen Link hinzu. Das macht den Tweet “größer” und auffälliger. Achte darauf, dass die Linkvorschau gut aussieht, also dein Link möglichst ein attraktives Bild von der Website mit anzeigt. Du kannst auch Emojis im Tweet verwenden, wenn es passt. Und natürlich Hashtags.

 

“Welche Inhalte eignen sich nicht?”

Kurzfristige Ankündigungen für Vorträge, Events, Konferenzen oder Ähnliches, die in ein paar Tagen bereits wieder veraltet sind. Hier ist die Gefahr zu groß, dass du über einen längeren Zeitraum bereits stattgefundene Termine bewirbst. Aus dem Zusammenhang gerissene, nicht für sich allein stehende Antworten auf einen Ursprungstweet eignen sich meistens ebenfalls nicht. Denn es dauert zu lange, bis Besucher*innen den Kontext erfassen.

 

Best-Practice-Beispiele und mögliche Inhalte

Anhand einiger Beispiele von twitternden Wissenschaftler*innen möchte ich dir zeigen, welche Inhalte sich für einen angehefteten Tweet richtig gut eignen. Wenn du beim Scrollen durch die Beiträge selbst eine Idee für einen Tweet hast, zögere nicht. Twittere ihn am besten sofort. Und klicke anschließend auf “An dein Profil heften”.

Bereit für Inspiration? Los geht’s!

Nr. 1 Jobs

Anna und Laura nutzen den angehefteten Tweet, um nach einen Job zu suchen bzw. um auf eine Jobmöglichkeit aufmerksam zu machen. Clever, da beide Anliegen häufig über ein paar Wochen, wenn nicht sogar ein oder zwei Monate, andauern. Wie du an den vielen Likes und Retweets siehst, wird so ein Thema auch gerne geteilt.

 

Anna Henschel
Laura Koenig

Nr. 2 Veröffentlichungen (Buch)

Ich würde das mal den Klassiker des angehefteten Tweets nennen. Du hast ein Buch veröffentlicht? Dann twittere darüber und pinne es an dein Profil. Einer der besten “Werbeplätze” überhaupt. Der Tweet von Katharina und Robert fällt darüber hinaus durch das Bild bzw. den Link direkt ins Auge.

 

Katharina ZWeig
Robert Lepenies

Nr. 3 Veröffentlichungen (Artikel)

Lass dir die Chance nicht entgehen, bei Erscheinen eines neuen Papers darüber zu twittern. Und durch einen gepinnten Tweet deine Follower*innen direkt unter deinem Profil darauf aufmerksam zu machen. Wenn du an dieser Stelle zuverlässig und regelmäßig über deine Artikel informierst, schauen Kolleg*innen vielleicht sogar bald gezielt auf deinem Profil vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Patricia Rink
Martin Grund

Nr. 4 Forschungsprojekt

Warum nicht schon einen Schritt vor der Veröffentlichung die Gelegenheit nutzen und auf ein Forschungsprojekt aufmerksam machen? Wer auf Patricks Profil klickt, weiß sofort, woran er gerade arbeitet. Der Tweet ist nicht nur bloße Info, sondern kann über einen längeren Zeitraum als Gesprächsaufhänger fungieren.

 

Patrick Reitinger

Nr. 5 Biografie

Mein Tipps für Twitter-Anfänger*innen, aber auch eine super Idee für Fortgeschrittene: biografische Details oder berufliche Meilensteine verkünden! Das ist sozusagen die “extended version” der Twitter-Biografie. Nutze den angehefteten Tweet, um noch mehr von dir als Person und Wissenschaftler*in zu zeigen.

 

Sonja Geilert
Stina Boerchers 1

 

Nr. 6 Thread

Du hast dir viel Mühe gegeben und etwas wissenschaftlich ausführlich erklärt? Zum Beispiel in einem Thread? Und möchtest nun nicht, dass dies schnell wieder von der Bildfläche bei Twitter verschwindet? Dann nutze den angehefteten Tweet, um deinen Profilbesucher*innen gleich ein größeres Lesestück direkt unter deinem Profil anzubieten.

Amrei Bahr
Joernicorm

 

Nr. 7 Werte

Kein Forschungsprojekt, keine biografischen Details, keine Veröffentlichung – der angeheftete Tweet kann auch einfach nur mal ein Statement auf emotionaler Ebene sein. I like

Naomi Truan

Wofür nutzt du deinen angehefteten Tweet?

Teile es mit uns in den Kommentaren!

Fotos für deinen Wissenschaftsblog: Selbst fotografieren, Bilddatenbanken & CC-Lizenzen (Teil 2)

Fotos fuer deinen Wissenschaftsblog

Im Blogpost “Bilder für wissenschaftliche Blogartikel: Bilderauswahl & Best-Practice-Beispiele (Teil 1)” habe ich dir erklärt, warum ein Beitragsbild so wichtig ist. Und dir gezeigt, wie andere Wissenschaftler*innen das “Bilderproblem” auf ihrem Blog lösen.

In diesem Artikel wird’s praktisch. Ich zeige dir die verschiedenen Möglichkeiten, an Bilder zu kommen. Von Selbermachen bis Bilddatenbanken. Du lernst, was CC-Lizenzen sind und welche Größe dein Beitragsbild idealerweise hat.

Noch ein Tipp, bevor es losgeht. Egal ob du selbst fotografierst oder deine Bilder kaufst, denk über den nächsten Blogartikel hinaus. Schau in deinen Redaktionsplan und überlege, welche Bilder du für die nächsten vier bis sechs Blogartikel brauchst.

Mach dir Gedanken über passende Motive und erstelle oder kaufe die Fotos im Voraus. So hast du sie griffbereit, wenn du das nächste Mal ein Blogartikel brauchst.

 

Fotos für deinen Wissenschaftsblog selber machen

Fotos für Blogartikel selbst zu erstellen, erscheint vielen als Königsdisziplin. Viel schwieriger als schnell mal eine Fotodatenbank zu bemühen. Mir geht es inzwischen umgekehrt.

Mit eigenen Fotos bekomme ich genau das, was ich will. Ich muss nicht darüber nachdenken, ob ich das Foto verwenden darf. Wie viele Male das Foto vielleicht schon auf anderen Blogs zu sehen ist. Und ob es der Bildsprache meiner bisherigen Blogbeiträge entspricht.

 

5 Tipps für gute Blogartikelbilder

Sabotiere dich nicht selbst, indem du denkst, dass du für gute Fotos eine professionelle Kamera brauchst. Die Kamera deines Smartphones reicht völlig aus, um scharfe und qualitativ hochwertige Bilder zu machen.

Gutes Licht ist das A und O für gute Fotos. Mach deine Fotos am besten vor einem Fenster mit Tageslicht. Aber nicht gegen das Tageslicht. Sonst wird alles dunkel. Vielleicht hast du auch Softboxen oder Ringlichter, die du sonst für Videokonferenzen nutzt. Damit kannst du auch deine Fotos ausleuchten.

Lass Fotos auch “nebenbei” entstehen. Nicht nur, wenn du dir vorgenommen hast, ein Foto für deinen Artikel zu produzieren. Geh mit offenen Augen durch deinen Alltag. Versuch immer mal wieder daran zu denken, welche Motive sich als Blogartikelbild eignen könnten und halte sie auf dem Smartphone fest.

“Kategorien, Strukturen, Themen, wiederkehrende Motive und Lieblingsfarben helfen dir dabei, Fotos für deinen Wissenschaftsblog zu schießen, die zu dir und der Aussage deines Blogtextes passen.

Überleg dir ein wiederkehrendes Thema für deine Bilder. Eine Art Struktur, an der du dich orientieren kannst. So wie Lisa Dücker, die das Thema ihrer Blogartikel als Wörter aus Spielbuchstaben legt. Und von oben fotografiert. Weitere Beispiele findest du in “Bilder für wissenschaftliche Blogartikel: Bildauswahl & Best-Practice-Beispiele (Teil 1)”.

Gib deinen Blogartikelbildern eine persönliche Note. Das schaffst du leicht, wenn du selbst ein Foto/Selfie von dir veröffentlichst oder dich bei der Arbeit Aktion zeigst. Zum Beispiel im Labor, am Meer, in der archäologischen Ausgrabungsstätte oder wo du sonst forschst, misst, überprüfst und entdeckst. Bilder von dir selbst sind nicht dein Ding? Vielleicht spiegelt dich eine Farbe oder ein besonderer Gegenstand wider.

 

Die ideale Größe eines Blogartikelsbilds

Müssen Bilder oder Fotos für deinen Wissenschaftsblog eine bestimmte Größe haben? Nun, du solltest dein Blogartikelfoto nicht direkt so in WordPress hochladen, wie es aus der Kamera kommt. Es muss für den Einsatz im Web optimiert werden. Das betrifft die Datei- und die Bildgröße.

Die Anzahl der Bildpunkte (Pixel, die die Breite und Höhe des Bildes bestimmen) und die Datenmenge sind meist zu groß. Bilder können je nach Kamera über 5000 Pixel breit sein. In der Regel benötigst du keine 5000 Bildpunkte für deine Website. Je nach Design deines Blog ist eine Breite von 800 bis 1800 Pixel optimal. Meine Artikelbilder haben eine Breite von 1080 Pixel.

Smartphonebilder oder Fotos aus einer Spiegelreflexkamera können zwischen 4 und 20 MB groß sein. Eine derart riesige Datei würde eine zu lange Ladezeit für deine Website bedeuten. Deine Leser*innen wären wieder weg, bevor sich die Seite mit deinem Blogartikel überhaupt aufgebaut hätte.

“Dein Blogartikelbild sollte zwischen 800 und 1800 Pixel breit und zwischen 200 kb und 600 kb groß sein.”

Damit das nicht passiert, solltest du die Dateigröße reduzieren. Das geschieht bereits, wenn du die Bildgröße änderst. Also beispielsweise statt 5000 Bildpunkte nur 1080 Bildpunkte in der Breite verwendest. In der Höhe musst du die Bildpunkte natürlich auch entsprechend anpassen.

Außerdem kannst du die Datei mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen komprimieren. Achte darauf, dass das Bild am Ende nicht verpixelt ist. Die ideale Dateigröße eines Fotos für deinen Wissenschaftsblog liegt irgendwo zwischen 200 kb und 600 kb.

 

Bilddatenbanken: kostenlose Fotos für deinen Wissenschaftsblog

Selbst fotografieren kommt für dich nicht in Frage? Oder du brauchst genau in dieser Sekunde ein gutes Bild? Dann können Bilddatenbanken oder Bildarchive deine Rettung sein. Es gibt einige davon, die dir kostenlose und lizenzfreie Bilder zum Download zur Verfügung stellen.

Jonas vom Blog WP Ninjas hat sich einige dieser Bilddaten angesehen. Die besten Erfahrung hat er mit Unsplash, Stocksnap und Pixabay gemacht. Schau dir gerne seinen Artikel “Wie du in WordPress an kostenlose, lizenzfreie Bilder kommst” an.

Ich nutze manchmal für PowerPoint-Präsentationen neben Pixabay auch Pexels. Bei beiden Bildportalen darfst du alle Inhalte kostenlos herunterladen und für deine Website verwenden. Du musst weder den Fotografen oder die Fotografin noch die Bilddatenbank als Quellenangabe nennen. Außerdem darfst du die Bildern verändern. Und das alles für kommerzielle und nicht-kommerzielle Zwecke.

Wenn du auf Bilddatenbanken zurückgreifst, solltest du dich trotzdem fragen:

  • Passt das Foto zur Bildsprache meines Blogs?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass bereits dutzende oder hunderte andere Blogger*innen dieses Bild verwenden? Was bedeutet das für meine Suchmaschinenoptimierung?
  • Drückt das Bild genau das aus, worauf es mir ankommt oder ist es nur ein Lückenfüller?

 

CC-Lizenzen? Hier findest du die Erklärung!

Warum darfst du dir die Fotos eigentlich kostenlos downloaden? Die Datenbanken stellen ihre Fotos entweder unter ihrer eigenen Lizenz oder als CC0 kostenfrei zur Verfügung. Vielleicht hast du schon einmal etwas von CC-Lizenzen oder CC0 gehört. Ich wusste damit lange nichts anzufangen. Hier eine kurze Erläuterung:

CC ist die Abkürzung für Creative Commons und heißt übersetzt “schöpferisches Gemeingut”. Creative Commons ist nicht der Name einer Lizenz, sondern einer Organisation, die verschiedene Standard-Lizenverträge veröffentlicht. Mit diesen Lizenzverträgen kann ein*e Autor*in der Öffentlichkeit ganz einfach Nutzungsrechte an ihren*seinen Werken einräumen.

Die verschiedenen Lizenzen unterscheiden sich erheblich. Einige schränken das Nutzungsrecht stark ein, andere sorgen dafür, dass auf das Urheberrecht so gut wie verzichtet wird.

Die Lizenzen funktionieren wie ein Baukastensystem. Die Bedeutungen der Lizenzen werden mit Symbolen dargestellt. Sie erklären, welche Bedingungen bei der Weiterverwendung zu beachten sind.

Da das Thema recht komplex ist, empfehle ich dir, den Wikipedia-Artikel über Creative Commons zu lesen. Gute Erklärungen findest du auch auf den Seiten lehrerfortbildung-bw.de (Lehrerinnenfortbildung Baden-Württemberg) oder wb-web.de (Seite zur Professionalitätsentwicklung von Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung).

Wo bekommst du deine Bilder her? Teile deine Tipps und Tricks mit uns in den Kommentaren!

Bilder für wissenschaftliche Blogartikel: Bildauswahl & Best-Practice-Beispiele (Teil 1)

Bilder fuer wissenschaftliche Blogartikel

Zwei der häufigsten Fragen, die mir Wissenschaftler*innen stellen, wenn es um das Thema Bloggen geht, lauten: Woher bekomme ich Bilder für Blogposts? Und braucht wirklich jeder Beitrag ein Foto?

Ich weiß, wie schwierig es ist, an Bilder für wissenschaftliche Blogartikel zu kommen. Und je nach dem, in welchem Wissenschaftsgebiet du unterwegs bist, kann das noch komplizierter sein als es ohnehin schon ist.

Als Naturwissenschaftler*in hast du (zumindest theoretisch) immer etwas zu zeigen. Reagenzgläser, Petrischalen, Gesteinsproben, anatomische Modelle, Tiere, Pflanzen oder dich selbst im Laborkittel. Als Geisteswissenschaftler*innen arbeitest du mit Worten und Büchern.

Hast du deshalb das größere Visualisierungsproblem?

Und woher sollen die Bilder kommen? Aus kostenlosen oder kostenpflichtigen Bilddatenbanken? Alternativ selbst zur Kamera zu greifen stellt dich vermutlich (wie viele Andere) vor eine schier unlösbare Aufgabe.

 

Blogbeitrag ohne Bild – geht das?

Ich kann daher verstehen, dass nicht selten der Gedanke aufkommt, einen Blogbeitrag ohne Bild zu veröffentlichen. Schließlich ist der Inhalt doch wichtiger als das Foto oder? Meine Antwortet lautet jein. Ich möchte dir ein paar Gründe für die Relevanz von Bildern liefern.

  • Das Vorschaubild deines Blogbeitrags sorgt für mehr Aufmerksamkeit bei Twitter und Facebook als ein bloßer Text-Link.
  • Das Bild unterstützt das Thema und die Aussage deines Blogartikels.
  • Wenn du im Bild die Überschrift deines Blogposts unterbringst, erfassen deine Leser*innen das Thema leichter.
  • Blogbilder tauchen an vielen Stellen immer wieder auf: zum Beispiel in der Sidebar unter “Neueste Beiträge” oder im Footer deiner Website.

 

“Blogbilder sind suchmaschinenrelevant.” 

 

  • Blogbeiträge mit Bildern werden besser gerankt. Außerdem solltest du das Keyword des Artikels im Namen der Bilddatei unterbringen.
  • Motive, Farben und Bildsprache deiner Blogbilder erzeugen einen Wiedererkennungseffekt deiner Artikel schon auf den ersten Blick.
  • Die Bilder deiner Blogartikel verraten etwas über dich, deinen Stil und deine Art, die Welt wahrzunehmen.
  • Deine Blogbilder sprechen eine bestimmte Zielgruppe an. Je nachdem wie verspielt, seriös oder unkonventionell sie sind.
  • Blogartikel mit Bildern werden auch von anderen lieber geteilt als Blogartikel ohne Bilder, da sie im Feed besser aussehen und mehr Aufmerksamkeit bekommen.

 

 

Wie viele Bilder braucht ein Blogbeitrag?

Vielleicht rollst du bei der Frage gerade mit den Augen. Und sagst innerlich, “ich dachte, eins reicht!” Sagen wir mal so, das wichtigste Bild eines Blogartikels ist das Beitragsbild. Das ist das Bild, das als Vorschaubild in den Social-Media-Kanälen anzeigt wird.

Es ist aus den oben genannten Gründen aus meiner Sicht unerlässlich. Ein optisch ansprechender Blogartikel hat häufig weitere Bilder, die den Text visuell untermalen und strukturieren. Bilder lockern auf und helfen deinen Leser*innen als optische Anker dabei, sich auf der Seite, die sie gerade lesen, zurechtzufinden.

Ein Muss sind sie aus meiner Sicht aber trotzdem nicht. Also kein Bilderzwang! Lieber nur ein gutes Bild als drei oder vier mittelmäßige.

Als “Bilder” gehen auch ein eingebetteter Tweet von Twitter oder eine Infografik durch.

Infografiken kannst du mit dem Online-Programm Canva leicht selbst designen. Die Grafik hier auf der linken Seite habe ich für meinen Blogartikel “Wissenschaftliche Blogportale: Diese drei solltest du kennen” erstellt.

Es gibt unzählige Vorlagen auf der Plattform, die du an deine Bildsprache anpassen kannst. Ich verwende Canva auch, um mein Beitragsbild (also das Hauptbild meines Blogartikels) mit meiner Blogartikelüberschrift zu versehen.

 

Das passende Bild auswählen – wie abstrakt darf es sein?

Egal ob Datenbankbild oder selbst geschossenes Foto – wie exakt muss ein Beitragsbild das abbilden, was im Text angesprochen wird? Als Blogging-Anfängerin dachte ich: zu 100 Prozent! Macht ja sonst keinen Sinn.

Das hat mich so einige Male in eine regelrechte Zwickmühle gebracht. Wie visualisiert man Themen wie “5 Gründe für digitales Selbstmarketing in der Wissenschaft” oder “Wie du dich online in der Wissenschaft positionieren kannst”?

Ich bemühte die Google-Bildersuche und tippte Begriffe ein wie “Selbstmarketing”, “Wissenschaft” und “Positionierung”. Aber fand keine Inspiration.

“Bilder dürfen das Blogthema abstrakt oder assoziativ wiedergeben.”

Für mich bestand die Lösung darin, abstrakter zu denken. Meine Artikel drehen sich hauptsächlich ums Bloggen und Twittern. Auch wenn immer wieder Motive wie Laptop, Hände auf Tastatur und der Twittervogel in Abwandlungen auftauchen, erschöpfen sich diese Symbole irgendwann.

Daher gibt es zwischendrin immer wieder auch Bilder von mir (am Laptop, am Handy, im Büro). Das verleiht dem Artikel eine persönliche Note. Übertreiben sollte man es damit nicht. Es könnte sonst zu selbstdarstellerisch wahrgenommen werden.

 

Bilder für wissenschaftliche Blogartikel: Best-Practice-Beispiele von Wissenschaftsblogger*innen

Wie lösen Wissenschaftsblogger*innen aber jetzt konkret das Bilderproblem? Wie nah sind ihre Beitragsbilder am Thema dran? Welche kreativen “Um-die-Ecke-denken-Ideen” haben sie? Das möchte ich dir anhand von ein paar Beispielen zeigen.

Der Blog [di.tsvi.bl] von Lisa Dücker und Eleonore Schmitt ist ein Blog über Sprache. Wie verändert sich Sprache? Woher kommen bestimmte Wörter und Redewendungen?

Wie visualisiert man so ein Thema? Auf ihrem Blog haben sich die Autorinnen dafür entschieden, aus einzelnen Buchstaben Wörter zu legen. Und diese dann in einer Art Flatlay von oben zu fotografieren. Dieses Vorgehen wiederholen sie für jeden Artikel. Simpel und mit hohem Wiedererkennungseffekt.

Auf “Lebe lieber literarisch” verwendet Mareike Schumacher oft Naturfotos (als Hintergrund), die sie mit Grafiken passend zum Artikelthema ergänzt. Diese Grafiken haben immer dasselbe Farbschema: gelb und lila, manchmal rosa.

Der Blog richtet sich an Literaturwissenschaftler*innen und verbindet die Themen geisteswissenschaftliches Bloggen und Literaturwissenschaft. Mareikes Blogposts fallen mir – insbesondere bei Twitter – aufgrund des hohen Wiedererkennungseffekts immer sofort ins Auge.

“Finde deinen persönlichen Stil, Blogbilder zu erstellen und einzusetzen.”

Auf dem Blog von Meeresforscherin Mirjam Glessmer geht es um Ozeanographie, Meeresströmungen und Wellen. Ihre Experimente führt sie mit Bordmitteln durch, die wir alle zu Hause haben. Und nennt das ganze Küchenozeanographie.

Die Bilder für ihren Blog fotografiert Mirjam selbst. Motive sind das Meer, Wellenmuster oder Experimente aus ihrer Küche. Authentisch und ohne weiteren Schnickschnack.

Stina ist Doktorandin der Neurowissenschaften. Für ihren Blog nimmt sie Fotos von sich selbst und ergänzt diese mit wissenschaftlichen Grafiken, Zeichnungen und Bildern. Der hinzugefügte Text oder die Grafiken sind häufig schlicht weiß gehalten. Damit passen sie sich gut ins Originalfoto ein.[

Den Bilderstil behält Stina auch auf Instagram und Twitter bei. Mir gefällt die Mischung aus Persönlichkeit und minimalistischem Design.

Auf dem Blog “Mikrobenzirkus” von Susanne Thiele geht es um Mikrobiome, Hygiene im Alltag, Fermentation und DIY Rezepte. Genau an dieser Schnittstelle von Wissenschaft und Alltag entstehen die Blogbilder von Susanne.

Die Bilder erinnern an professionelle Food-Fotografie ohne Hochglanz-Attitüde. Auf dem Blog finden sich hier und da auch Fotos aus Bilddatenbanken (z. B. zum Coronavirus) oder Schnappschüsse aus dem Homeoffice. Man muss sich also nicht auf eine Sache festlegen.

Im zweiten Teil der Mini-Artikelserie “Bilder für wissenschaftliche Blogartikel” geht es um CC-Lizenzen, Bilddatenbanken, Fotos selber machen und die ideale Größe von Beitragsbildern.

Wenn du Fragen oder Tipps zu Blogartikelbildern hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

 

Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet

Persoenlichkeit zeigen als Wissenschaftler in im Internet

Geht es beim Thema Wissenschaftskommunikation ausschließlich nur um die Kommunikation von Forschungsergebnissen? Ich finde nicht. Es geht auch darum, neben den Fakten die Begeisterung für das eigene Fach rüberzubringen.

Und das funktioniert nur über Persönlichkeit. Doch Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet kann eine Gratwanderung sein. Wie viel ist zu wenig? Und wie viel ist zu viel?

Nahbar und persönlich kommunizieren, um sympathisch zu erscheinen? Das wollen die meisten. Aber bitte ohne das Privatleben nach außen tragen zu müssen. Oder die eigene Seriosität als Wissenschaftler*in zu gefährden.

Ich möchte mit dir ein paar Gedanken teilen und Tipps geben, wie du Persönlichkeit als Wissenschaftler*in im Internet zeigen kannst. So dass es zu dir passt und du dich damit wohl fühlst.

 

Du hast die Kontrolle über deinen Auftritt im Internet

Die gute Nachricht ist, dass du über die digitale Selbstdarstellung im Internet viel mehr Kontrolle hast als über viele Situationen im echten Leben.

Profile in Karrierenetzwerken wie XING oder LinkedIn oder in Wissenschaftsnetzwerken wie ResearchGate und Academia.edu kannst du sorgfältig und überlegt ausfüllen. Welche beruflichen Stationen betonst du? Welches Praktikum lässt du weg?

Es geht nicht darum, Informationen zu verschleiern. Oder Profile so zu schmücken, dass sie nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Aber du entscheidest, welche Eigenschaften und Qualifikationen du herausstellst.

 

Welches Bild möchtest du von dir zeichnen?

Dasselbe gilt für soziale Netzwerke wie Instagram oder Twitter. Und auch für deinen eigenen Blog, über den du Wissenschaft kommunizierst. Die Frage, die immer dahinter steht, lautet: Welches Bild möchtest du von dir zeichnen?

Mein Tipp: Ein möglichst authentisches! Aber was heißt das genau? Und wie kannst du authentisch bleiben, ohne zu privat zu werden?

Verbieg dich nicht. Es gibt da draußen humorvolle Mediziner*innen wie Giulia Enders oder Eckart von Hirschhausen oder begnadete Moderationstalente wie die Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim.

Wenn es dich nicht auf Bühnen, zu YouTube oder ins Fernsehen zieht, lass es. Bleib bei dir und frag dich, was dich ausmacht und womit du dich wohl fühlen könntest.

Wenn für dich das Posten von Selfies wenig mit seriöser Wissenschaftskommunikation zu tun hat, gibt es keinen Grund, auf diesen Zug aufzuspringen, nur weil andere dies tun.

 

Schau dich bei anderen Wissenschaftler*innen um

Wenn es dir schwer fällt, zu entscheiden, was du von dir preisgeben möchtest, schau dir Beispiele anderer Wissenschaftler*innen an.

Welche Themen sprechen Sie neben ihrer Forschung an? Was weißt du über sie, weil sie es im Netz mit allen teilen? Welche Aspekte findest du sympathisch? Was wäre dir zu viel? Notiere es, um Ideen für dich selbst zu entwickeln!

 

Die Teil-Charakter-Zeigen-Methode oder bestimmte Facetten in unterschiedlichen Netzwerken

Im Blogartikel “Charakter zeigen im Netz: Wie viele Ecken und Kanten sind erlaubt?” von Svenja Hofert bin ich über den Begriff der “Teil-Charakter-Zeigen-Methode” gestolpert.

Sie schreibt “Stellen Sie sich einen Vorhang vor. Er ist bei mir vielleicht zu einem Drittel offen. […] Man muss sich nicht nackig machen, um bei sich selbst zu sein.” Und ich finde, sie hat recht. Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet heißt, die Menschen hinter einen Teil des Vorhangs schauen zu lassen. Welcher das ist oder wie breit der Spalt ist, entscheidest du selbst.

Du kannst je nach Netzwerk entscheiden, was und wie viel du von dir als Person zeigen möchtest. Auf Instagram ist der Ton beispielsweise vertraulicher und privater als auf Twitter. Vielleicht liegt dir einer der beiden Kanäle eher als andere. Nutzt du beide, kannst du den Ton zwischen beiden variieren. Achte trotzdem darauf, ein konsistentes Bild von dir über verschiedene Kanäle hinweg zu zeichnen.

Dabei könnte dir helfen, dir genau zu überlegen, welche (privaten) Details du aus deiner Internetpräsenz ausklammerst. Für die meisten schließt das Dinge wie Wohnort, Beziehungsstatus, Kinder, Freunde und Haustiere mit ein. Oder bestimmte Hobbys.

 

Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet – eine Checkliste

Hier findest du eine kurze Checkliste, die dir dabei helfen soll, zu entscheiden, welche Aspekte deiner Persönlichkeit du in deine Kommunikation einbringen möchtest.

  • Rede ich nur sachlich über mein Thema oder bringe ich auch den Spaß rüber, den ich an meinem Thema habe?
  • Welche Informationen sollen unbedingt privat bleiben?
  • Gibt es Interessen, Fähigkeiten oder Dinge aus meinem persönlichen Umfeld, die ich in meine Kommunikation einbeziehen möchte?
  • Welche Art der Kommunikation liegt mir? Seriös oder humorvoll?
  • Habe ich ein Wissenschaftskommunikations-Vorbild? Was kann ich mir abschauen und auf meine Art wiedergeben? Wo müsste ich mich verbiegen und lasse es deshalb lieber?
  • Wie viel Persönlichkeit zeigst du bereits als Wissenschaftler*in im Netz? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Wie du die Übersicht bei Twitter behältst (und einem Hashtag folgen kannst)

Wie du bei Twitter die Uebersicht behaeltst und einem Hashtag folgen kannst

Die beiden häufigsten Fragen, die mir in Bezug auf Twitter gestellt werden, lauten:

  • Wie kann ich einem Hashtag folgen? (von Twitter-Anfänger*innen)
  • Wie behalte ich die Übersicht über meine Timeline und Follower, wenn ich mehr als 100 Accounts folge? (fortgeschrittene Twitter-User)

Für beide Fragen gibt es eine gemeinsame Antwort: Tweetdeck.

 

Warum du Tweetdeck nutzen solltest

Tweetdeck ist ein Social Media Dashboard, mit dem du ein oder mehrere Twitter-Accounts professionell managen kannst. Und das Beste daran ist: da es zu Twitter gehört, besitzt du automatisch einen Account dort.

Wenn du in deinen Twitter-Account eingeloggt bist, musst du einfach nur auf tweetdeck.twitter.com klicken. Wenn du gerade nicht eingeloggt bist, kannst du dich bei Tweetdeck mit deinen Twitter-Daten anmelden.

Tweetdeck ist in Spalten organisiert und damit sehr übersichtlich. Wenn du dich das erste Mal anmeldest, siehst du deine normale Timeline (Home), Mittelungen über Likes und Erwähnungen (Notifications) und je eine Spalte für vorausgeplante Tweets (Scheduled) und Trends.

Du kannst die Spalten individuell anpassen und viele verschiedene Suchen gleichzeitig durchführen. Oder eine bestimmte Auswahl von Accounts in Listen organisieren, um eine bessere Übersicht zu behalten.

Wie du Tweetdeck für deine Bedürfnisse anpassen kannst

Tweetdeck fuer Wissenschaftler

Ein Spalte fügst du hinzu, indem du auf das blaue Plus-Zeichen am linken Rand klickst. Du hast dann die Wahl zwischen verschiedenen Optionen.

Widmen wir uns zunächst den beiden Ausgangsfragen. Wie kannst du einem Hashtag folgen? Und wie kannst du die Accounts, denen du folgst, in Listen organisieren?

Spaltenauswahl bei Tweetdeck

 

So kannst du einem Hashtag folgen

Mit einem Klick auf “Search” öffnet sich ein Suchfenster, in das du deinen Hashtag eingeben kannst. Denke daran, deinem Hashtag das Rautensymbol voranzustellen. Drücke die Enter-Taste auf deiner Tastatur. Tweetdeck erzeugt umgehend eine neue Spalte mit deinem Hashtag.

Du kannst die Spalte an eine beliebige Stelle verschieben.

Mit der Filteroption kannst du weitere Parameter bestimmen. Du kannst dir zum Beispiel Tweets mit dem Hashtag #wisskomm nur für einen bestimmten Zeitraum anzeigen lassen. Oder Tweets mit dem Hashtag #twittercampus nur von einem bestimmten Twitter-User, den du im Auge behalten möchtest. Weiterhin kannst du festlegen, dass die Tweets eine bestimmte Anzahl an Likes oder Retweets haben müssen, damit sie in deiner Suchspalte erscheinen.

Überlege dir daher genau, welchen Hashtag du im Auge behalten möchtest. Und welche Kriterien du zusätzlich festlegen willst.

 

So erstellst du Listen, um die Übersicht zu behalten

Hinter dem blauen Plus versteckt sich auch die Option “List”. Mit einem Klick auf “Create List” kannst du eine neue Liste erstellen. Du kannst der Liste einen Namen geben und eine kurze Beschreibung hinzufügen. Außerdem musst du entscheiden, ob die Liste für alle sichtbar sein soll (“Public”) oder nur für dich (“Private”). Wenn die Liste für andere sichtbar ist, können sie deine Liste abonnieren.[

Du kannst zum Beispiel eine Liste mit Twitter-Accounts von deiner Hochschule oder Forschungsinstitution erstellen. Oder eine Liste mit den Twitter-Accounts von Verlagen, Medien oder Journalist*innen, die dich interessieren. Oder eine Liste mit Wissenschaftler*innen, mit denen du dich gerne vernetzen würdest.

Mit Hilfe von Tweetdeck und diesen Listen kannst du dir somit ganz gezielt die Tweets von bestimmten Clustern, Kategorien oder Zielgruppen anschauen. Sie gehen nicht mehr in deiner Timeline unter. Und du kannst viel leichter auf Tweets antworten oder sie retweeten.

 

Wofür du Tweetdeck noch nutzen kannst

Mit Tweetdeck kannst du nicht nur einem Hashtag folgen, sondern auch bestimmten Begriffen oder URLs. Ich habe als Suchbegriff meine Website susannegeu.de eingegeben und sehe daher, wenn jemand einen meiner Blogartikel bei Twitter verlinkt, aber vielleicht vergessen hat, mich mit meinem Twitter-Handle @SusanneGeu in dem Tweet zu erwähnen.

Eine wichtige Funktion von Tweetdeck ist außerdem die Möglichkeit, Tweets vorauszuplanen. Du kannst den Tweet schreiben, ein Bild oder ein Video anhängen und den Tag und die Uhrzeit der Veröffentlichung bestimmen.

Die vorausgeplanten Tweets erscheinen anschließend untereinander in der Spalte “Scheduled”.

Da ich gerne Emojis in meinen Tweets nutze, verwende ich für die Vorausplanung das Tool Buffer. Tweetdeck bietet nicht die Möglichkeit, vorausgeplante Tweets mit Emojis zu versehen.

Fazit zum Tool Tweetdeck

Insgesamt ist Tweetdeck ein mächtiges Tool, das das Twittern einfacher macht. Und ich kann es dir uneingeschränkt empfehlen, wenn du Twitter professionell für dich als Wissenschaftler*in verwenden möchtest.

Gerade die Tatsache, dass es zu Twitter gehört und du keinen Extra-Account brauchst, spricht aus meiner Sicht für die unkomplizierte Nutzung.

 

Wie du starke Überschriften für wissenschaftliche Blogartikel formulierst

Wie du starke Ueberschriften fuer wissenschaftliche Blogartikel formulierst

Immer noch Homeoffice. Du schreibst an deiner Dissertation oder triffst dich mit deinen Kolleg*innen zum Kolloquium per Zoom.

Vielleicht bleibt irgendwo dazwischen Zeit und Energie, um deinen Wissenschaftsblog endlich ins Leben zu rufen. Oder ihn neu zu beleben.

Gerade jetzt kannst du mit einem Blog über deine Forschung berichten. Oder ihn als Instrument für die digitale Lehre nutzen. Aber seien wir mal ehrlich, es gibt da draußen gerade so viele digitale Leseangebote. Und es ist nicht einfach, sich mit einem Thema abseits von Corona Gehör zu verschaffen.

Was dir helfen könnte, um Aufmerksamkeit für dein Thema zu bekommen? Setz auf starke Überschriften für wissenschaftliche Blogartikel. Jetzt und in der Zeit nach Corona.

Ich zeige dir in diesem Artikel, was gute Überschriften für wissenschaftliche Blogartikel ausmacht. Ohne Übertreibung. Ohne Clickbait. Und ohne unwissenschaftlich zu sein.

 

Warum du starke Überschriften brauchst

Überschriften haben seit jeher eine große Bedeutung. Anhand von Überschriften fällen wir eine Entscheidung, ob wir den Artikel lesen oder nicht. Die Überschrift ist ein Vorgeschmack auf das, was uns im Text erwartet.

Im Idealfall weckt eine gute Überschrift Vorfreude. Und gibt ein Versprechen, das der sich anschließende Text erfüllt. Es ist also wichtig, Interesse und Aufmerksamkeit bei deinen Leser*innen zu schaffen.

Aber nicht nur das. Damit dein Artikel gefunden wird, sollte die Überschrift auch den Suchmaschinen gefallen. Starke Überschriften sind deshalb auch suchmaschinenoptimiert. Ich weiß, SEO für Wissenschaftler*innen ist ein heikles Thema. Aber ganz ohne SEO verschenkst du das Potential, das in Blogartikelüberschriften steckt.

Trotzdem bin ich der Ansicht, dass der Nutzen für die Leser*innen immer vor SEO-Gesichtspunkten kommen sollte. Du schreibst deine Überschriften in erster Linie für deine Zielgruppe. SEO kannst du dabei mitdenken.[/vc_column_text]

 

Was gute Blogüberschriften ausmacht

1. Die Überschrift ist inhaltlich richtig

Die Überschrift sollte den Inhalt des Blogartikels auf den Punkt bringen. Vermeide mehrdeutige und missverständliche Aussagen. Versprich in der Überschrift nichts, was der Text nicht halten kann. Deine Leser*innen merken schnell, wenn Überschriften so formuliert sind, dass sie Klicks bringen sollen.

 

2. Die Überschrift funktioniert ohne Kontext

Im Internet müssen Überschriften für wissenschaftliche Blogartikel auch ohne inhaltlichen Zusammenhang funktionieren.

Denn sie tauchen als Vorschauen in unterschiedlichen Streams auf. Zum Beispiel bei Facebook, Twitter oder LinkedIn. Wird auf Anhieb deutlich, was sich hinter der Überschrift verbirgt? Wenn nicht, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Klick gering.

 

3. Lernen, informieren oder unterhalten

Der Mehrwert deines Artikels muss bereits in der Überschrift zum Ausdruck kommen. Finde eine Überschrift, die deinen Leser*innen sagt, bei welchem Problem dieser Text ihnen hilft. Oder über welches Thema sie etwas Neues erfahren. Oder ob sie sich auf gute Unterhaltung einstellen können. Denn genau aus diesen drei Gründen – lernen, informieren oder unterhalten – schenken wir bestimmten Dingen häufig unsere Aufmerksamkeit.

 

4. Die Überschrift eignet sich zum “Drüberscannen”

Halte die Überschrift so lang wie nötig und so kurz wie möglich.

Komplexe Konstruktionen und schwierige Wörter minimieren die Lust aufs Lesen. Deine Leser*innen sollten beim flüchtigen Blick auf die Überschrift erfassen können, worum es geht.

 

5. Wichtige Begriffe stehen am Anfang

Nenne wichtige Dinge oder bekannte Namen direkt zu Beginn der Überschrift. Daran bleiben die Augen deiner Leser*innen fast automatisch hängen.

Überlege dir dabei – unter SEO-Gesichtspunkten – ob nach diesen Begriffen tatsächlich gesucht wird. Welche Wörter tippt deine Zielgruppe in die Google-Suche ein, wenn sie nach dem Thema deines Blogartikels sucht?

 

6. Bestimmte Worte schaffen Interesse

Versuche eines der folgenden Substantive in deiner Überschrift unterzubringen. Sie lassen sofort positive Assoziationen im Kopf deiner Leser*innen entstehen.

 

  • Gründe
  • Prinzipien
  • Ideen
  • Wege
  • Lektionen
  • Techniken
  • Fakten
  • Tipps
  • Strategien

 

 

7. Zahlen gehen immer

Menschen lieben Zahlen und Listen. Sie versprechen Struktur und ein einfaches und schnell zu erfassendes Leseerlebnis. Nutze daher Zahlen (geschrieben als Ziffer nicht als Wort!) in deinen Überschriften.

Natürlich nur dort, wo es Sinn macht und passt. Nicht jedes Thema lässt sich als Auflistung abarbeiten.

 

8. W-Fragen animieren zum Weiterlesen

Du hast bestimmt schon einmal gehört, dass ein guter Text alle W-Fragen beantwortet. Einige der W-Fragen können dir auch in deinen Überschriften weiterhelfen. W- Fragen eignen sich, um die Überschrift damit zu starten.

Sie enthalten ein indirektes Versprechen, die Frage im Text zu beantworten. Und wecken damit das Interesse deiner Leser*innen. Besonders geeignet sind:

  • Was
  • Warum
  • Wie
  • Wann
  • Wozu

 

Kreative Denkanstöße für richtig gute Überschriften

Ich möchte dir noch drei kreative Denkanstöße für gute Überschriften in diesem Artikel mitgeben. Für jeden Denkanstoß gibt es ein paar Beispiele. Los geht’s!

 

Denkanstoß Nr. 1: Schritt-für-Schritt-Anleitungen

Beispiele:

 

Denkanstoß Nr. 2: Ratgebertexte

Beispiele:

 

Denkanstoß Nr. 3: Alltägliche Wissenschaftsfragen

Beispiele:

 

 

Wissenschaftskommunikation von Zuhause – Ohne Produktivitätshype in Kontakt bleiben

Wissenschaftskommunikation von Zuhause

Letzte Woche fragte ich in meinem Newsletter, wie es meinen Abonnent*innen in dieser Krisenzeit wirklich geht. In den letzten Tagen ist mir klar geworden, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur Tipps brauchen, wie sie nun ihre Forschung online teilen können.

Sondern auch eine ehrliche Diskussion darüber, wie belastend es gerade ist, Wissenschaftler*in im Homeoffice zu sein, Kinder zu betreuen, den Haushalt zu schmeißen und die täglichen schlechten Nachrichten zu verdauen.

Und auch das Gefühl auszuhalten, dass die eigene Arbeit gerade kaum Gehör findet, wenn sie nichts mit Virologie zu tun hat.

Ich bekam auf meinen Newsletter hin eine E-Mail mit der Frage, wie Wissenschaftskommunikation von Zuhause funktionieren könnte. Wie man mit der eigenen Wissenschaftscommunity in Kontakt bleiben kann.

Aber das alles ohne den anderen mit der eigenen vermeintlichen Produktivität ein schlechtes Gewissen zu machen. Oder als wenig belastbar dazustehen. Weil man selbst noch gar keinen Arbeitsrhythmus am heimischen Küchentisch gefunden hat und froh ist, das Nötigste zu schaffen.

 

Wissenschaftskommunikation von Zuhause – Ein paar Ideen

Ich möchte in diesem Artikel ein paar Ideen mit dir teilen, wie Wissenschaftskommunikation von Zuhause in den nächsten Wochen aussehen kann. Und hoffe, dass dir der ein oder andere Tipp hilft.

 

Mach keinen kommunikativen Bogen um das C-Wort

Es ist eine Gratwanderung.

Ich habe in diesen Tagen selbst oft genug von den Nachrichten, die immer alle mit Corona zu tun haben. Es triggert meine Ängste. Ich möchte mich auch unabhängig davon über Inhalte informieren, die mich interessieren. Und gleichzeitig ziehen mich wissenschaftliche Analysen zum Virus, Zukunftsszenarien nach Corona und Tipps fürs Homeoffice in den Bann. Oder Online-Tutorials für digitales Arbeiten.

Der Elefant steht im Raum. Wir kommen nicht an ihm vorbei. Er betrifft uns.

Wenn uns etwas so sehr betrifft, interessiert es uns automatisch. Deshalb mein Rat: schau, welche Anknüpfungspunkte dein Wissenschaftsthema zu Corona hat. Oder welche persönlichen Gedanken dir als Wissenschaftler*in dazu durch den Kopf gehen. Und teile sie mit deiner Wissenschaftscommunnity.

Irgendeinen Anknüpfungspunkt gibt es immer. Angenommen du bist Schlafforscher*in. Dann könntest du darüber kommunizieren, wie sich Krisen wie diese auf den Schlaf des Menschen auswirken. Und am besten gleich Ideen mitliefern, was Menschen tun können, um trotz der belastenden Situation nachts wieder besser zu schlafen.

Oder du bist Kommunikationswissenschaftler*in. Du kannst darüber schreiben, bloggen oder podcasten, ob und wie die Coronakrise unser Kommunikationsverhalten verändert. Weil wir mehr über digitale Kanäle kommunizieren. Mehr Videochats nutzen. Uns häufiger ein “Bleib gesund” wünschen.

 

Achte auf deine emotionalen Bedürfnisse und die deiner Zielgruppe

Es gibt immer wieder Momente am Tag, da ist einem nicht nach Kommunikation. Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse hier bewusst wahrzunehmen, halte ich für wichtig.

Ich bin zum Beispiel morgens zuversichtlicher als abends. Daher fällt es mir vormittags leichter zu twittern oder mich an einen Blogartikel zu setzen.

Ignoriere solche Gemütszustände daher nicht. Natürlich ist es nicht immer möglich, gerade die beste emotionale Verfassung für Wissenschaftskommunikation von Zuhause zu nutzen. Weil Kinder in diesem Moment Aufmerksamkeit fordern oder gerade ein Videomeeting mit den Kolleg*innen ansteht.

Es geht erstmal nur um das Bewusstsein dafür. Überlege dir auch, welche Bedürfnisse die Menschen haben, mit denen du kommunizieren möchtest. Du könntest Inhalte erstellen, die sie beruhigen, informieren oder sogar ein bisschen zuversichtlicher machen.

 

 

Wisskomm von Zuhause

Vermittle mit Wissenschaftskommunikation von Zuhause Stabilität

Viele von uns verspüren in diesen Tagen ein verstärktes Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität. Wir suchen Halt und Orientierung in verunsichernden Zeiten. Der tägliche NDR-Info-Podcast mit Christian Drosten erfüllt dieses Bedürfnis zum Beispiel. Der Podcast greift jeden Tag zur gleichen Uhrzeit die für den Tag relevanten Themen auf.

Meine Kollegin Jutta Wergen von Coachingzonen bietet über Zoom eine tägliche gemeinsame Mittagspause für Promovierende an. Und gemeinsame Online-Pomodoro-Einheiten (Infos über Twitter). Eine Art virtuelles Coworking, um nicht allein vor sich hinzuarbeiten.

Vielleicht hast du auch eine Idee für ein Format, das dich und deine Wissenschaftscommunity in einen regelmäßigen Austausch bringt.

Und damit meine ich nicht, jetzt einen Podcast ins Leben rufen zu müssen. Es reicht schon ein täglicher kurzer Twitter-Chat zu einem bestimmten Thema. Oder ein Wochenthema, zu dem du immer morgens um 10 Uhr drei Tweets verfasst.

Wenn dir die tägliche Interaktion zu viel ist, führe das Format einmal in der Woche durch. Oder montags und freitags. Wichtig ist, dass du die Zeit kommunizierst, einhältst und damit verbindlich bist.

 

Verbinde Wissenschaftskommunikation mit Persönlichkeit

Warum so tun als sei alles in bester Ordnung, wenn es das nicht ist? Ja klar, vor allem junge Wissenschaftler*innen stehen unter großem Konkurrenzdruck. Ich verstehe die Angst, jetzt zuzugeben, dass etwas nicht so läuft wie geplant.

Aber jetzt sind da draußen so viele, denen es ähnlich geht.

Wenn du über deine Forschung kommunizierst, erzähle auch, wie die jetzige Situation deine Arbeit als Wissenschaftler*in beeinflusst.

Wie es sich von Zuhause arbeitet. Wie du von der Arbeit abschaltest. Welche Ideen in den eigenen vier Wänden entstehen. Das macht dich nahbar und vertrauenswürdig. Und stärkt die Bindung zu deiner Zielgruppe.

]Wenn du dich traust, überlege dir, Videos zu nutzen. Im aktuellen WISSEN3-Newsletter der ZEIT empfiehlt Hochschulberaterin Dr. Ute Symanski den Hochschulpräsident*innen Videobotschaften aufzunehmen. Für die Mitarbeitenden der Hochschule. Gegen die Isolation und um die Verbindung zur Hochschule zu stärken.

e kein anderes Medium deine Persönlichkeit transportieren. Authentizität ist in diesem Moment wichtiger als der perfekte Hintergrund oder Studiobeleuchtung.

 

Nutze Online-Tools, um in Kontakt zu bleiben

Wissenschaftskommunikation von Zuhause funktioniert nach innen und nach außen. Verschiedene Online-Tools können dir dabei helfen.

Wenn du mit deinen Kolleg*innen über neue Ergebnisse oder Experimente sprechen möchtest, lade sie zu einem Zoom-Meeting ein. Oder sprecht vorher ab, dass ihr alle ein Paper lest, das ihr den anderen dann im Videochat vorstellt.

Für kurze schnelle Fragen könnt ihr auch einen WhatsApp-Gruppenchat eröffnen. Oder ihr arbeitet über Google Drive an einem gemeinsam Ideen-Papier, in das jede*r zu jeder Zeit Notizen einfügen kann.

Jetzt ist auch eine gute Gelegenheit, Kontakt zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufzubauen, die sonst schwer zu erreichen sind. Am einfachsten gelingt das über Twitter. Die 7 Tipps für wissenschaftliches Networking auf Twitter können dir dabei helfen.